Ernährung
Die Larven können als einzige feste Nahrung verdauen und werden von den adulten Tieren mit gefangenen Insekten gefüttert. Sie können diese verdauen, ernähren sich selbst davon und bilden einen süßen Saft, mit dem sie adulte Tiere im Nest füttern können.
Die adulten Hornissen können keine feste Nahrung aufnehmen. Sie ernähren sich von Nektar, Pollen und süßen Pflanzensäften. Da sie im Herbst Weintrauben anknabbern, die austrocknen und nicht mehr geerntet werden können, gelten sie auch im Weinbau als Schädling. Im Nest ernähren sich die adulten Tiere von einem süßen Saft, den die Larven abgeben.
Lebenszyklus
Wie bei anderen sozialen Faltenwespen überwintern bei der Asiatischen Hornisse nur die Königinnen. Sobald es im Februar oder März wärmer wird, kommen sie aus ihren Winterverstecken und gründen ein neues Nest. Das sogenannte Primärnest wird an einem geschützten Ort in Bodennähe gebaut. Dies kann unter Abdächern, in Schuppen, Garagen, Hecken, Höhlen sein. Die Königin baut einen Wabenteller mit hexagonalen Zellen und schützt ihn mit einer kugelförmigen Hülle. In jede Zelle legt sie ein Ei, aus dem in ca. 48 Tagen eine Arbeiterin schlüpft. Die Entwicklungszeit ist stark anhängig von der Temperatur und der Nahrungsversorgung und verringert sich später im Jahr auf ca. 30 Tage. Sobald die ersten Arbeiterinnen ab Mitte Mai schlüpfen, übernehmen sie die Aufgaben der Brutpflege, des Nestbaus und der Nahrungsbeschaffung. Die Königin legt dann nur noch Eier und verlässt das Nest nicht mehr.
Ab Juli ziehen die Asiatischen Hornissen meist in ein Sekundärnest um. Das neue Nest wird von den Arbeiterinnen in Laubbäumen auf bis zu 25 m Höhe angelegt. Die Königin zieht in das neue Nest um und fängt dort an, Eier zu legen. Die Brut im alten Nest wird weiter gepflegt, bis alle Tiere geschlüpft sind. Erst dann wird es vollständig verlassen.
Im Sekundärnest kommt es zu einem rapiden Ausbau des Nests mit mehreren tausend Tieren. Ab September schlüpfen dann erst Drohnen und Jungköniginnen. Diese fressen sich im Nest eine Fettschicht an und fliegen danach zur Begattung aus. Die begatteten Jungköniginnen suchen sich dann ein Winterquartier, um im nächsten Jahr ein neues Volk zu gründen. Im alten Nest werden je nach Witterungsbedingungen bis in den Dezember hinein weitere Geschlechtstiere gebildet, bis es aufgrund der schlechten Nahrungssituation und Kälte eingeht. Ein Sekundärnest kann bis zu 500 Jungköniginnen hervorbringen, wobei nur ein kleiner Teil davon überlebt und es schafft im nächsten Jahr ein neues Nest zu gründen.