Pressemeldungen und Aktuelles

  • Jakobskreuzkraut: gelb blühende Giftpflanze
    Pressemeldung der Landwirtschaftskammer NRW vom 05. Mai 2016

Das Jakobskreuzkraut, botanisch Senecio jacobaea, eine gelb blühende Giftpflanze, hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland stark verbreitet. Umfangreiche Informationen über diese Pflanze, die vor allem auf Wiesen und Weiden, aber auch auf Brachflächen und an Straßenrändern wächst, ihre Giftigkeit sowie ihre Verbreitung enthält die 28-seitige Broschüre, die die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen gemeinsam herausgegeben haben. Die Autoren, Dr. Clara Berendonk von der Landwirtschaftskammer und Dr. Andreas Neitzke vom Landesamt, erläutern nicht nur die Biologie dieser heimischen Giftpflanze und die Ursachen ihrer zunehmenden Verbreitung, sondern gehen auch umfangreich auf die mögliche Gefährdung von Nutztieren, wie Pferden und Rindern, ein. Schließlich werden alle Möglichkeiten zur Bekämpfung, von einer veränderten Schnittnutzung bis zur chemischen Bekämpfung, vorgestellt und bewertet.

Die Broschüre geht nicht nur auf die landwirtschaftlichen Seiten des Problems ein, sondern berücksichtigt ausführlich auch die Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes. So werden unterschiedliche Strategien für die Bewertung und Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes in Abhängigkeit vom Standort und von der Nutzung der betroffenen Flächen vorgestellt. Abgerundet wird die Broschüre durch eine Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen, Adressen für fachliche Beratung und die Genehmigung von Bekämpfungsmaßnahmen sowie einen umfangreichen Literaturnachweis.

Die Broschüre mit dem Titel Jakobskreuzkraut, eine Giftpflanze auf dem Vormarsch steht als Download unter www.landwirtschaftskammer.de in der Rubrik Landwirtschaft, Download, Grünland zur Verfügung. http://www.landwirtschaftskammer.de/riswick/pdf/jakobskreuzkraut.pdf

  • Obstbäume in NRW stehen in voller Blüte
    Pressemeldung der Landwirtschaftskammer NRW vom 05. Mai 2016

Mit etwa sieben bis zehn Tagen Verspätung ist jetzt die Obstbaumblüte in Nordrhein-Westfalen in vollem Gange, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt. Grund für den späteren Start im Vergleich zu 2015 war das kühle und dunkle Wetter der vergangenen Wochen. Die Blüten sind in diesem Frühjahr sehr gut gestartet, haben aber bei der Kälte eine Wachstumspause eingelegt. Froh sind die Obstbauern, dass trotz des Bodenfrostes in den vergangenen zwei Wochen kaum Blüten erfroren sind.

Die ersten Blüher sind immer die Pflaumen- und Zwetschgenbäume, die bereits fast verblüht sind. Im Rheinland und Westfalen-Lippe blühen zurzeit die Süßkirschen. Die Birnen haben bereits vor zwei Wochen ihr Können unter Beweis gestellt.

Die ersten Apfelsorten beginnen bei dem schönen Wetter, ihre volle Blütenpracht zu entfalten. Sorten wie Delbarestivale, Alkmene und Boskoop starten zuerst mit der Blüte. Die Blütenpracht ist bei den Apfelbäumen in diesem Jahr gut, aber nicht ganz so üppig wie 2015. Das liegt daran, dass manche Sorten, wie beispielsweise Elstar, an Alternanz leiden. Alternanz nennt der Obstbauer den Effekt, wenn Obstbäume in einem Jahr sehr viel tragen, dafür aber in dem darauffolgenden Jahr weniger Früchte produzieren.

Beim Steinobst hingegen sieht die Blüte sehr reichlich aus und das obwohl die Bedingungen je nach Anbaugebiet und Sorte für die Bestäuber-Insekten nicht ideal waren. Da die Hummeln und Bienen aber in den wärmeren Stunden sehr fleißig waren, hoffen die Obstanbauer auf eine gute Ernte.

In Nordrhein-Westfalen gibt es etwa 2 500 Hektar Baumobst; davon entfallen 1 800 Hektar auf den Apfel mit einem Anbauschwerpunkt im Rheinland. Zwetschgen und Pflaumen werden auf etwa 200 Hektar produziert. Größere Flächen liegen in Ostwestfalen-Lippe und im Rhein-Sieg-Kreis. Süß- und Sauerkirschen kultivieren vorrangig direktvermarktende Betriebe, die über ganz Nordrhein-Westfalen verteilt sind. Insgesamt stehen Kirschbäume auf einer Fläche von etwa 150 Hektar.

Die aufgeführten Artikel geben nicht grundsätzlich die Meinung der LWK NRW oder Apis e.V. wieder.

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